Klimaneutral oder wirklich nachhaltig?

Eco-Produkte sind groß im Kommen; wir verschicken ein klimaneutrales Paket, besuchen einen CO²-freundlichen Messestand oder gönnen uns auch mal ein emissionsarmes, grünes Notebook.

Klimaneutralität wirkt in allen Lebenslagen inflationär auf uns ein. Aber trifft das wirklich die grundlegende Forderung von Nachhaltigkeit an diese Produkte? Sicher ist die massive Reduzierung des Klimakillers CO² eine zentrale Aufgabe von Umweltschutz. Jedoch beeinflußt diese maximal die CSR-Dimension Ökologie. Und auch nur dann, wenn verstärkt auf CO²-Vermeidung und CO²-Reduzierung vor dem letzten Schritt der Kompensation fokussiert wird. Im Idealfall kann über die Förderung eines sinnvollen Klimaschutzprojektes durch CO²-Kompensation noch ein positiver Impact im sozialen Bereich generiert werden.

In keiner Weise lassen sich jedoch durch Reduzierung des Carbon Footprints wenig effektive Unternehmensprozesse optimieren, versteckte Kosteneinsparungpotenziale identifizieren und darüber wichtige ökonomische Zielsetzungen realisieren. In Zeiten massiver finanzieller Herausforderungen fehlt dem Ansatz der Klimaneutralität somit eine essenzielle Komponente, die das Konzept der Corporate Social Responsibility bzw. Sustainability per Definition bereits in sich trägt.

Aus meiner Sicht ein klarer Punktesieg für CSR versus Co².

Eine interessante Auseinandersetzung mit CO² als neue Währung ist im Utopia-Blog http://www.utopia.de/blog/mein-personlicher-standby-modus/capital-co2-die-neue nachzulesen. 

Antwort schreiben