Archive für November 2010

Nachhaltiges Kostenmanagement erhöht Messeeffizienz

Im Idealfall wird eine Messe immer noch aufgrund unabhängiger, messbarer Erfolgskriterien bewertet. Wohingegen es wohl auch Fälle geben soll, bei denen der Geschäftsführer oder der Messeverantwortliche durch sein untrügliches Bauchgefühl zielsicher den Projekterfolg einschätzen kann. Zieht man den Return on Invest (RoI) als operative Kennziffer und objektives Messkriterium für Erfolg oder Misserfolg heran, so haben logischerweise die eingesetzten Projektkosten einen maßgeblichen Einfluss. Umso wichtiger ist es, durch akkurates Kostenmanagement alle erforderlichen Investitionen für das Messeprojekt zu kontrollieren und zu optimieren. 

Für Auftraggeber ist es allerdings nicht immer ratsam, aus den gegebenen Budgets das Maximum herauszuquetschen. Vielmehr muss es das Ziel sein, gemeinsam mit seinen Partnern ein gutes Leistungs-Preis-Verhältnis zu erzielen. Dies gewährleistet für beide Seiten eine langfristige Zusammenarbeit und garantiert nachhaltige Messeresultate. Alle Investitionen müssen effizient auf ein Ziel ausgerichtet sein, um die emotionalen Markenerlebnisse für die Besucher und die räumliche Umsetzung ihrer Botschaften perfekt zu inszenieren. Dafür sollten Marketing, Einkauf und Controlling - über den gesamten Entwicklungsprozess hinweg - eng zusammenarbeiten.  

In der Ernst & Young Studie „Sparen und Wachsen“ vom Januar 2010 (http://www.ey.com/Publication/vwLUAssets/Sparen_und_Wachsen_2010/$FILE/Sparen%20und%20Wachsen_2010.pdf) wird deutlich, dass über eine Grüne Agenda auch Potenzial zur Kostenoptimierung steckt. In 20 - 40% der Fälle stützen gleichzeitig Lieferanten mit neuen Lösungen die Innovationskraft ihres Auftragsgebers (http://www.ey.com/Publication/vwLUAssets/Innovationsmanagement_durch_den_Einkauf_2009/$FILE/Studie_Innovationsmanagement_2009.pdf)  

Wettbewerbsvorteile lassen sich durch intensive Einbindung des Einkaufs sehr effektiv generieren. Erstaunlicherweise wird jedoch die Beschaffung von Leistungen im Marketingbereich bei 35% der Unternehmen ohne Beteiligung des Einkaufs vorgenommen. Bis zu 17% des Volumens wird in Firmen sogar ohne schriftliche Bestellung vergeben. Obwohl traditionell eher als nicht einkaufsoptimiert verrufen, schlummern gerade in den Agenturleistungen für Medien, Werbung und Messebau die größten Einsparpotenziale. Diese werden in einem Fachdialog auf der MX28 herausgearbeitet. Weitere Infos zur MX28 unter www.messe-institut.de/mx28.php

Fairtrade – ein nachhaltiges System, bei dem alle profitieren

Das Gütesiegel von Faitrade ist die weltweit bekannteste Sozial-Zertifizierung für fairen Handel. Inhaber des Siegels ist die Fairtrade Labelling Organization International (FLO); sie legt entsprechende soziale, ökonomische und ökologische Standards fest und kontrolliert diese.  Mit dem Konsum von Fairtrade Produkten sichert man garantierte Preise für Produzenten, faire Arbeitsbedingungen, das Verbot von Kinderarbeit, nachhaltige Anbaumethoden und die Realisierung sozialer Projekte beim Erzeuger. Am Beispiel Kaffee wird der individuelle Nutzen für jeden an der Prozesskette Beteiligten deutlich. Kaffee ist das wichtigste Agrargut im globalen Nord-Südhandel und nach Erdöl der zweitwichtigste Exportrohstoff.  

Fairtrade-zertifizierte Kaffeebohnen stammen ausschließlich von regional ansässigen Kleinbauernfamilien. Kleinfächiger Mischanbau kommt in der Regel ohne Pestizide und künstlichen Dünger aus und weist eine deutlich günstigere CO²-Bilanz auf als Monokulturen. Das Fairtrade System fördert darüber hinaus gezielt der Bioanbau. Fairtrade Kaffee ist somit generell umweltverträglicher hergestellt als konventioneller Kaffee.  Beim biologischen Anabau erfolgt der Schädlingsschutz ausschließlich manuell. Die ökologische Landwirtschaft kann aber nur funktionieren, wenn die Produzenten für den Mehraufwand ausreichend entschädigt werden. Besiegelter Kaffee garantiert den Bio-Bauern rund das Doppelte des aktuellen Weltmarktpreises. Im Gegenzug erhält der Konsument absolute Premiumqualität aus nachhaltigem, ökologischen Anbau. Gleichzeitig generiert der Kaffeegenießer vielfältige Mehrwerte für die Anbauregion. 

Neben Kaffee unterstützt das Fairtrade Gütesiegel viele weitere Nahrungsmittel wie z.B. Tee, Kakako, Südfrüchte und Fruchtsaft, Honig, Mais, Wein etc. Typischerweise ist diese Produktpalette größtenteils auch im Cateringangebot eines Messestandes enthalten und bietet damit eine ideale Gelegenheit zur nachhaltigen Optimierung Ihres Messeprojektes durch ökologische Fairtrade Produkte. Weitere Infos unter www.fairtrade.net

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