Archive für September 2011

Nachhaltiges Vertrauen als Wettbewerbsvorteil

Geprägt durch Finanzkrise und politische Frustration gewinnen die Grundwerte für partnerschaftliche Wirtschaftsbeziehungen immer mehr an Bedeutung. Zu diesen ethischen Prinzipien zählen u.a. Dialogorientierung, Transparenz und Ehrlichkeit. Alle genannten Eigenschaften basieren wiederum auf einer Grundvoraussetzung: Vertrauen zwischen den Marktteilnehmern.

Von welchen Kriterien Verbrauchervertrauen abhängt und wie es sich unmittelbar auswirkt zeigt die neue Otto Group Trendstudie 2011. Deutlich wird, dass sich Verbraucher bei ihren Kaufentscheidungen stärker an Werten wie Gerechtigkeit, Verantwortung und Umweltverträglichkeit orientieren. Laut Studie gaben 72% der befragten Konsumenten an, dass ethische Kriterien zu einem festen Bestandteil ihrer Kaufentscheidung geworden sind. Ein Grundvertrauen bringen per se 77% der Befragten Unternehmen entgegen, die ethisch korrekte Produkte herstellen.

Besondere Berücksichtigung finden im Produktionsprozess menschenwürdige Arbeitsbedingungen (92%), soziale Verantwortung (85%), umweltfreundliche Herstellung (89%), fairer Handel (87%), Recycelbarkeit (83%) und Regionalität (77%). Deutlich dahinter rangiert die biologische Erzeugung (73%). Damit wird dokumentiert, dass ethischer Konsum heute mehr als nur „Bio“ ist und Alltagsrelevanz gewinnt.

Allerdings fühlen sich 61% der Befragten beim Versuch, ethisch zu konsumieren, oft bereits überfordert. Orientierung und Entscheidungshilfe bieten in diesem Wertekosmos unabhängige Gütesiegel. Handelsmarken-eigene Nachhaltigkeits-Labels werden dagegen oft schon gar nicht mehr ernst genommen. Erfreulicherweise entwickeln Verbraucher mit 91% gar ein nahezu volles Vertrauen für unanhängige Testinstanzen und NGOs. Das spricht klar für die Vorteile einer neutralen CSR-Zertifizierung, wie sie etwa das MESSE INSTITUT anbietet: http://www.messe-institut.de/nachhaltigkeit.php

Weitere interessante Erkenntnisse aus der Trendstudie 2011 finden Sie unter www.ottogroup.com/de/medien/studien.php

Leitfaden für verantwortungsvolle Mobilität

Bereits im Vorfeld der IAA 2011 wurde ein Ranking veröffentlicht, das so gar nicht zur Idealvorstellung des Deutschen liebsten Spielzeugs passt. Bereits seit 1989 erscheint die VCD Auto-Umweltliste des Verkehrsclub Deutschland, in der aktuelle Pkw-Modelle anhand der Klimabelastung durch CO2 sowie der Belastung des Menschen und der Umwelt durch Lärm und Schadstoffe getestet werden.

Über alle Klassen siegt der Lexus CT 200h vor zwei weiteren Modellen (Prius und iQ 1.0 VVT-i) aus dem Hause Toyota. Die Kategorie “Klimabester” führt wieder der smart fortwo coupé 40 kW cdi an. Bei etwa 3,5 Lietern Diesel auf 100 Kilometern hat er mit 86 Gramm pro Kilometer den niedrigsten Ausstoß des Klimagases CO2. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag der durchschnittliche CO2-Ausstoß der bundesweit verkauften Neuwagen bei 151 Gramm CO2 pro Kilometer und in der EU bei knapp über 140 Gramm. Eine aktuelle EU-Vorgabe sieht vor, dass der Ausstoß aller in der EU verkauften Neuwagen auf 130 Gramm bis 2015 sinken muss.

Die Auto-Umweltliste bewertet auch das Thema Elektromobilität bezüglich Preis, Leistung und Lärmbelastung sowie Stromverbrauch, Reichweite und CO2-Belastung. Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD prognostiziert:”E-Autos sind auf absehbare Zeit in Privatbesitz wenig sinnvoll. Aufgrund hoher Kosten für die Batterie bleiben die Fahrzeuge deutlich teuer als sparsame Benziner oder Diesel, die Reichweiten sind beschränkt. E-Autos sind eher für Fuhrparks geeignet. Im Flottenbetrieb sollten sie intensiv ausprobiert und weiter entwickelt werden. Insgesamt gilt es die Entwicklungen von Spritspartechnologien voranzutreiben. Wir brauchen kleine, leichte und effiziente Fahrzeuge. Nur so können wir etwas gegen steigende Spritkosten und für mehr Klimaschutz tun.”

http://www.utopia.de/ratgeber/top-ten-umweltfreundlichsten-autos-2011-vcd-umwelt-ranking-gesamtliste-oeko-nachhaltig

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